Ratgeber
Wundversorgung
Was geht in unserer Haut bei einer Verletzung vor? Was sind die wichtigsten Regeln bei der Wundversorgung?
Unsere Haut schützt uns vor Austrocknung, reguliert die Körpertemperatur und ist ein Sinnes- und Abwehrorgan. Was jedoch geschieht, wenn sie verletzt wird?
1. Phase: Die Wunde reinigt sich durch das Austreten von Blut und stellt sich zur Abwehr von Bakterien und Viren ein
2. Phase: Die Blutung stoppt, die weissen Blutkörperchen bekämpfen Bakterien und Verunreinigungen
3. Phase: Gesunde Zellen aus dem angrenzenden Gewebe wandern in die Wunde und füllen diese aus
4. Phase: eine neue Oberhaut wird gebildet
Blutstillend:
Wenn eine Wunde blutet, ist der erste Schritt zur Wundheilung bereits eingeleitet. Dauert die Blutung zu lange, kann diese durch blutstillende Watte oder eine Komperesse gestoppt werden.
Wundreinigung / Desinfektion:
Schützen sie sich selber und tragen sie bei der Wundversorgung stets Handschuhe und desinfizieren sie sich die Hände. Stark verunreinigte Wunden werden mit steriler Kochsalzlösung gereinigt. Wunde anschließend trocknen lassen und einmal gut desinfizieren. Da die Desinfektionsmittel die körpereigene Abwehr hemmen, sollten sie nur einmalig aufgetragen werden.
Muss die Wunde trocken oder feucht sein?
In der modernen Wundbehandlung lässt man Wunden feucht heilen. Nach neusten Erkenntnissen bildet sich die Oberhaut schneller, wenn die Wunde feucht gehalten wird. Die Krustenbildung gehört somit der Vergangenheit an. Verbände werden daher auch so selten wie möglich gewechselt, jedoch mit neuen Verbandsmaterialien.
Welches Verbandsmaterial brauche ich bei welcher Verletzung?
Schnittwunden, welche nicht genäht werden müssen, können mit Steri Strip zusammengehalten werden. Dazu kommen Folien- oder Feuchtigkeitsverbände. Achtung: Schnitte im Gesicht, Genitalien oder über den Gelenken sollten immer genäht werden.
Bei Schürfwunden muss die Wunde sehr gut gereinigt werden, da diese nicht stark bluten. Sie sind meist sehr schmerzhaft und werden mit speziellen Folienpflastern abgedeckt.
Quetschwunden sehen oft harmlos aus, können aber in der Tiefe der Haut grosse Schäden anrichten. Sofern Verletzungen von Knochen oder Nerven ausgeschlossen weden können, wird die Wunde ebenfalls mit Folien- oder Hydrokolloidverbänden verarztet. Zudem sollte die verletzte Stelle gekühlt werden.
Riss- und Platzwunden haben meist zerfetzte Wundränder und heilen daher ganz schlecht. Hinzu kommt die erhöhte Infektionsgefahr. Als Verbandsmaterial verwenden wir die selben Produkte, wie bei der Quetschwunde.
Da Platzwunden oft durch Stösse entstehen, sollte auch hier die Wunde gekühlt werden.
Jeder kennt die lästigen Blasen, welche durch Druck und Reibung entstehen. Blasen sollten wenn möglich nicht aufgestochen werden, da sich sonst Bakterien in die Wunde einnisten können.
Biss- und Kratzwunden kommen häufig vor, hier muss unbedingt der Stand der letzten Tetanusimpfung überprüft werden, bei Tieren ist zudem die Tollwutgefahr zu beachten.
Infizierte Wunde, was nun?
Typisch sind hier schmerzhafte, eitrige Wunden mit geröteten Wundrändern. Hier sollte während 2-6 Tagen weiter desinfiziert werden. Wenn keine Besserung eintrifft, muss ein Arzt aufgesucht werden, damit die Infektion von Innen mit Antibiotika bekämpft werden kann.
Achtung!
Wunden welche heiss werden, in welcher ein Klopfen zu spüren ist oder rote Streifen bilden, welche von der Wunde wegführen gehören mit Verdacht auf Blutvergiftung dringend in ärztliche Behandlung.
Bei Fragen zu den verschiedenen Verbandsmaterialien und Wunden stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
ÖFFNUNGSZEITEN
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Montag 09.00 - 12.00 und 13.30 - 18.30 Uhr
Dienstag - Freitag
08.00 - 12.00 und 13.30 - 18.30 Uhr
Samstag 08.00 - 16.00 Uhr
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Samstag 08.00 - 17.00 Uhr
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